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Montenegro
Fläche: 13’812 km2
Bevölkerungszahl: 622’000
Bevölkerungsdichte: 45 pro km2
Hauptstadt: Podgorica
Am 21. Mai 2006 wurde eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit des Staates Montenegro abgehalten. Mit einer knappen Mehrheit von 55,5 Prozent entschieden sich die Wahlberechtigten für eine Loslösung von Serbien. Serbien ist alleiniger Rechtsnachfolger der Union. Montenegro als der ehemalige Teilstaat, der aus der Union ausgetreten ist, musste/muss daher sein diplomatisches Netz und seine Mitgliedschaft in internationalen Organisationen erst neu aufbauen. Als erstes Land hat Island am 8. Juni 2006 Montenegro anerkannt. Die Schweiz und Russland folgten kurz darauf. Die EU hat am 12. Juni durch die Außenministerkonferenz Montenegro anerkannt. Am 15. Juni 2006 erfolgte schließlich die Anerkennung durch Serbien. Die OSZE nahm Montenegro am 21. Juni 2006 auf. Am 28. Juni 2006 wurde Montenegro als 192. Mitglied in die UNO aufgenommen. Perspektivisch strebt Montenegro den Beitritt zu NATO und EU an.
Geographie: Die Republik Montenegro, die bis 2006 zusammen mit Serbien den Staatenbund Serbien und Montenegro bildete, liegt im Südosten Europas auf der Balkanhalbinsel und grenzt an Serbien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Albanien. Im Südwesten des Landes bildet die Adria eine natürliche Grenze. Mit einer Fläche von 13 812 km² gehört Montenegro zu den kleinen Ländern Europas.
Sprache: Die Amtssprachen Montenegros sind laut der Verfassung vom 19. Oktober 2007 Montenegrinisch, Serbisch, Bosnisch, Albanisch und Kroatisch.
Religion: Bis zu 75% der Einwohner Montenegros gehören der Serbisch-Orthodoxen Kirche mit dem Metropoliten Amfilohije (Radovi?) als Oberhaupt der Metropolie an. Daneben existiert noch die 1993 gegründete ökumenisch und kanonisch von der Orthodoxen Kirche nicht anerkannte autokephale Kirche Montenegros. Neben den orthodoxen Gläubigen gibt es eine rund 12 Prozent der Bevölkerung umfassende muslimische Minderheit und vor allem in den Küstenstädten einige Tausend Katholiken, vorwiegend Kroaten und Albaner.
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