Sudan

Fläche: 2'505’810 km/2

Bevölkerungszahl: 36 bis 41 Mio. (2006)

Bevölkerungsdichte: 14 – 16 pro km/2

Hauptstadt: Karthum   

Einwohner:  2'207’794

Bereits 3000 vor Christus war die Geschichte des Sudans mit der Geschichte Ägyptens verknüpft. Zur Zeit des Mittleren Reiches wurde die Nubier des Sudans den Ägyptern tributpflichtig. Um 1000 vor Christus konnte sich erstmals ein eigenes Königreich etablieren, das im 6. Jahrhundert nach Christus durch chrsitliche Herrscher abgelöst wurde. Ende des 13. Jahrhunderts führten arabische Nomadenstämme den Islam ein. Ab 1820 setzten Ägypten und Großbritannien eine gemeinschaftliche Fremdherschaft durch, die 1881 bis 1898 durch den Mahdi -Aufstand unterbrochen wurde. Am 1.1.1956 wurde der Sudan unabhängig. Unmittelbar danach erhoben sich die christlichen Stämme im Süden gegen die islamisch-arabische Vorherrschaft des Nordens. Der Konflikt dauert bis heute an.

Staatsform:
Präsidialrepublik. Sudan ist gemäss der Verfassung von 1998 eine Islamische Republik und wird seit 1989 von einer Militärregierung regiert. Staatsreligion ist der Islam und seit 2005 gilt die Scharia nur noch im muslimischen Landesteil, also nicht mehr in der autonomen Region Südsudan. Der Präsident wird alle fünf Jahre direkt vom Volk gewählt. Bei den Wahlen zwischen dem 13. und 22. Dezember 2000 gewann die Nationale Kongresspartei (NCP) die absolute Mehrheit der Sitze, während die Oppositionsparteien die Wahl boykottierten. Alle Sudanesen im Alter ab 18 Jahren besitzen das Wahlrecht. Seit 2005 regiert die Nationale Kongresspartei (NCP) und die Sudanesische Volksbefreiungsbewegung (SPLM) gemeinsam in der Regierung der Nationalen Einheit. Diese Machtaufteilung wurde im Friedensabkommen von 2005 vereinbart und soll freie Wahlen für 2008 bis 2009 vorbereiten. Die Nationale Kongress-partei kam mit dem Militärputsch 1989 unter Umar Hasan Ahmad al-Baschir an die Macht und übte bis 2005 die Alleinherrschaft aus, während die Sudanesische Volksbefreiungsbewegung bis 2005 für die Unabhängigkeit Südsudans kämpfte. Mit dem Friedensabkommen wurde die autonome Region Südsudan geschaffen, die die Sudanesische Volksbefreiungsbewegung allein verwaltet. Der Regierungschef der Autonomen Region Südsudan ist gleichzeitig Vizepräsident des Gesamtstaates.

Sprachen:
Rund die Hälfte der Sudanesen sprechen Arabisch (Sudanesisch-Arabisch; wird vor allem im Norden gesprochen) und die andere Hälfte spricht Afrikanische Sprachen.
 
Religion:
Der Islam ist in Sudan Staatsreligion. 70 Prozent der Bevölkerung sind sunnitische Muslime, 25 Prozent Animisten und 5 Prozent Christen. Die Nichtmuslime leben hauptsächlich im Süden des Landes.

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